Cielpoint – Ein Netzwerk von Expertinnen

Studien zeigen, dass Frauen im Durchschnitt signifikant weniger selbstbewusst sind als Männer. Sie treten dadurch eher selten in den Vordergrund und agieren mit all ihren Qualitäten aus dem Hintergrund. Wer kennt nicht das Klischee der Sekretärin, die ihrem männlichen Vorgesetzten einen Großteil der Arbeit abnimmt, jedoch nie die Lorbeeren dafür erhält. Auch wenn seit einigen Jahrzehnten Frauen, vor allem in der westlich geprägten Kultur, durch gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar gemacht und in ihren Qualifikationen und Talenten gefördert werden, hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass in heterosexuellen Beziehungen insbesondere Frauen für die Familie ihre eigene Karriere zurückstellen und der Mann eher wieder in den Status Quo von vor der Pandemie zurückkehren konnte.

„Ich kann das doch jetzt nicht einfach machen!“, „Dafür hab ich keine Zeit.“, „Das kann ich mir derzeit nicht leisten.“, „Was mache ich, wenn das nicht klappt? Was sollen die anderen denken?“

Diese Sätze hört man häufig, nicht nur von jungen Frauen Anfang 20 – sondern auch von Frauen, welche fest in ihren Leben verankert sind. Dahinter stecken aber bei allen gleichermaßen festsitzende Glaubenssätze, die schon früh in der Kindheit etabliert worden sind. Bloß nicht auffallen, zart sein, Femininität ausstrahlen, sich helfen lassen. Gerade letzteres passierte, zumindest in unserer Generation, noch sehr häufig. Oft wurden den anderen Mädchen, in Watte gepackt, Herausforderungen abgenommen, um sie bloß nicht hart zu machen oder verbissen wirken zu lassen. Das Problem: Das Gefühl der Selbstwirksamkeit wird diesen Mädchen nicht mitgegeben. Sie lernen weniger, dass sie – wenn sie etwas haben oder erreichen möchten – selbst dafür verantwortlich und auch dazu fähig sind (!) es zu erreichen. Was uns dennoch heute auffällt: Viele Frauen haben so coole und erstrebenswerte Wünsche, Träume, Ziele und Visionen für ihre Leben. Aufgrund der erlernt fehlenden Selbstwirksamkeit haben sie jedoch keinen Zugang zu ihren ganz eigenen Ressourcen und dem Wissen, dass sie diese Dinge Realität werden lassen können. Selbstzweifel kommen stattdessen auf und die Hürden wirken „ohne Hilfe von Außen“ schnell unüberwindbar groß.

Joana und Jasmin – wie sich durch zufällige Kontakte neue Möglichkeiten erschlossen

Joana und Jasmin sind an einem Abend im Jahr 2022 auf einer Abendveranstaltung ins Gespräch gekommen und haben schnell gemerkt: „Hey, das ist sie. Die gleiche Wellenlänge.“

Schon nach kurzer Zeit waren sie tief bei dem Thema angekommen, dass die eine Dinge wusste oder schon Erfahrungen gemacht hatte, die der anderen in der damaligen Situation helfen konnte. Ein Wissensaustausch kam zustande. Und darauf aufbauend wurde beiden nochmal klarer: „Du weißt Dinge, die ich nicht weiß, die mir aber für meine zukünftigen Herausforderungen helfen könnten. Du machst Teile meiner Zukunft greifbarer und ich sehe, ‚Wenn ich meine Gedanken mit dir teile, geht es mir besser, da ich mir selbst noch klarer werde‚“. Von da an war es nicht mehr weit zu der Idee, was heute cielpoint darstellt:

Wie phänomenal wäre es, wenn junge Frauen mit Zukunftsvisionen mit Gleichgesinnten in den Austausch kommen und sich gegenseitig mit ihrem Wissen unterstützen könnten?!

Das Zusammenspiel von Angst und Lösungsfindung

Was Joana und Jasmin an diesem Abend gespürt haben, ist wissenschaftlich erwiesen: Austausch hilft dabei, Sicherheit für den Prozess und das Endergebnis zu gewinnen – auch wenn man noch nicht alles am Anfang überblicken kann. Als soziale Wesen brauchen wir den Kontakt mit anderen Menschen, denn allein sein bedeutet Stress. Insbesondere die Konfrontation mit der eigenen Angst sorgt dafür, dass die Amygdala – der älteste Teil unseres Gehirns und Zentrum der Angst – unseren präfrontalen Cortex beeinflusst. Letzterer ist der Ort in welchem kognitives und rationales Denken passiert. Ohne ihn können wir keine Lösungen generieren. Wenn dieser von dem Gefühl der Angst beeinflusst wird, kann schlicht keine optimale Lösung gefunden werden. Wenn wir aber in den Austausch mit anderen treten und unsere Gefühle ausdrücken, indem wir sowohl den Stressor benennen als auch unsere Reaktion auf diesen, haben wir einen signifikant besseren Zugang zu der Nutzung unseres präfrontalen Cortex. Dieses Phänomen nennt sich Affect Labelling. Beispielsweise hat eine Studie der Ball State University gezeigt, dass Menschen, welche sich im Vorhinein als schlecht in Mathematik beschrieben hatten, bei einer unvorbereiteten Mathematikklausur wesentlich besser abschnitten, wenn sie vorher ihre Reaktion auf diese Aufgabe ausdrücken konnten.

Ein weiterer Vorteil dieses konstruktiven Austausches bei cielpoint ist es, dass man Wissen für sich selbst generieren kann, indem man von den Erfahrungen der Gemeinschaft lernt. Anstatt aber Wissen generisch aus dem Internet oder Büchern zu ziehen, stammt dieses von Menschen auf Augenhöhe, Menschen wie du und ich. Sie sind nah an unseren Lebensrealitäten oder waren in ähnlichen Situationen. Ein Teil der Cielpoint Community zu sein, bedeutet, Unterstützung in Form von Rückenwind zu bekommen. Und der entscheidendste Benefit: Unsere Coaches sind genau so nah an euch dran, wie ihr euch wohlfühlt und wo ihr eure individuellen Grenzen setzt. Dadurch könnt ihr gemeinsam direkt realistische Maßnahmen treffen, um euer neu erlangtes Wissen in nächste Schritte umzuwandeln. Denn: Wissen reicht nicht – man muss es auch für sich nutzbar machen. Und genau dieser Support des Individuums innerhalb einer Gemeinschaft macht Cielpoint so einzigartig.

Die wachsenden Informationsflut, der zunehmenden Leistungsdruck und die Konkurrenz aller gegen alle, die soziale Kälte und die Auflösung von sozialem Zusammenhalt machen es notwendig, dass jede:r seine individuellen Herausforderungen angehen kann. Die Antwort kann nämlich nicht im Rückzug liegen, sondern darin, bewusst mit den Entwicklungen umzugehen, sich selbst und seine Potenziale darin verorten zu können und darin eigene Rückschlüsse für sich zu ziehen. Rückzug würde bedeuten, sich ins wirtschaftliche und soziale Aus zu begeben. Aktive Auseinandersetzungen mit der eigenen Lebensrealität und der eigenen Vision für sein Leben, immer und immer wieder, ohne Angst seine Identität dabei verlieren zu können, bedeutet hingegen, mitmischen und einen wichtigen und erfüllenden Beitrag leisten zu können. Ebenso lohnt es sich, diese Prozesse immer wieder anzustoßen und mit ein wenig Abstand auf diese “Landkarte” zu schauen, damit man auf der Fährte bleibt und Aufgabe und Ziel nicht aus den Augen verliert: „Wo bin ich im Beruf und im Leben? Und wo will ich hin?” Wer dies immer wieder für sich klar hat, kann auch ohne Angst in die Veränderungen der modernen Welt schauen, weil er oder sie weiß, wie er sich diese Veränderungen endsprechend seiner Potenziale und Neigungen zum Vorteil machen kann.

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Laureen Von der Wellen

Unsere Laureen ist der systemische Coach von Cielpoint. Sie sorgt dafür, dass wir hier einen sicheren Rahmen erschaffen und halten können, in dem sich jede Frau individuell entfalten darf.

Immer an der frischen Luft, meist mit einem breiten Grinsen im Gesicht, ist sie privat als Heimwerkerin und viel in ihrem Garten unterwegs. Ihr Einfühlungsvermögen zeigt sich nicht nur in ihren emphatischen Coachings und bei unseren Cielpointabenden mit ihr, sondern auch in der Arbeit mit ihrem Pferdopa Hary und dem Tierschutzhund Floki.